1. Gelnhäuser Taekwondo Club 1968 e.V.

Poomsae

Taegeuk Il-Jang

Die Bedeutung der Taegeuk Il-Jang (auch als "Taegeuk 1-I-Jang" bezeichnet) im Taekwondo ist tief symbolisch. Diese Poomsae stellt das Prinzip von „Geist des Himmels“ dar und basiert auf dem ersten Symbol der Yin-Yang-Philosophie, das im koreanischen Taekwondo als Taegeuk bekannt ist.

Il-Jang symbolisiert das Himmelsprinzip (Cheon) und steht für den Himmel, die Helligkeit, die Vollkommenheit und den positiven Einfluss. Es repräsentiert die Kraft und Energie des Himmels, die sich im Universum manifestiert, was eine Balance zwischen Bewegung und Ruhe, Stärke und Weisheit darstellt.

In der Poomsae werden grundlegende Techniken wie Blocken, Schlagen, Treten und Bewegungsfluss geübt, wobei der Fokus auf der Kontrolle und Präzision der Bewegungen liegt. Es ist die erste Poomsae, die im Taekwondo-Unterricht erlernt wird, wenn man den gelben Gurt erreicht, und sie bildet die Grundlage für die weiteren fortgeschrittenen Poomsae.

Symbolik und Bedeutung:

  • Himmel: Der Himmel wird als Symbol für den höchsten Zustand des Geistes und der Weisheit betrachtet.

  • Yang: In der Yin-Yang-Philosophie steht das Yang für das männliche Prinzip, das mit Energie, Stärke und Bewegung verbunden ist.

Diese Poomsae fordert den Taekwondo-Praktizierenden auf, sowohl körperliche als auch geistige Stärke zu entwickeln, das Gleichgewicht zwischen Ruhe und Aktion zu bewahren und die grundlegenden Prinzipien der Kampfkunst zu verstehen.

Taegeuk I-Jang

Die Taegeuk I-Jang (auch als Taegeuk 2-I-Jang bekannt) ist die zweite Poomsae im Taekwondo und repräsentiert das Prinzip des Himmels und der Erde, das in der Yin-Yang-Philosophie als „Umkehr“ oder „Wandel“ verstanden wird. Das Symbol von Taegeuk ist eine Darstellung der Wechselwirkung zwischen den gegensätzlichen Kräften Yin (die Erde) und Yang (der Himmel), die in ständiger Balance miteinander stehen.

Die Bedeutung der Taegeuk I-Jang umfasst:

  1. Symbolik:

    • Yin und Yang: Die Taegeuk I-Jang ist mit der Idee von Yin und Yang verbunden, bei der Yin die Erde repräsentiert und Yang den Himmel. Diese Gegensätze stehen in einer wechselseitigen Beziehung und bilden zusammen eine harmonische Einheit.

    • Harmonie und Balance: Der Fokus liegt auf dem Prinzip der Harmonie zwischen den Kräften, was sowohl für die äußere als auch die innere Balance von Bedeutung ist. Die Schüler sollen lernen, in der Praxis sowohl Stärke als auch Weisheit zu kombinieren.

  2. Kampfkunst-Aspekte:

    • Blocken und Schlagen: In der Ausführung der Poomsae werden sowohl blockierende als auch schlagende Techniken eingesetzt, die in verschiedenen Richtungen ausgeführt werden – nach vorne, zur Seite und nach hinten. Dies fordert den Praktizierenden dazu auf, sowohl auf Angriff als auch auf Verteidigung vorbereitet zu sein.

    • Bewegungsfluss: Die Bewegungen in der Taegeuk I-Jang sind fließend und beinhalten Drehungen und Wendungen, die das Konzept der ständigen Veränderung und Anpassung darstellen.

Taegeuk Sam Jang

Die Taegeuk Sam-Jang (auch als Taegeuk 3-I-Jang bekannt) ist die dritte Poomsae im Taekwondo und hat eine tiefgehende symbolische Bedeutung. Sie stellt das Prinzip der Feuerkraft dar und repräsentiert die Dynamik und das Energiepotenzial. In der Yin-Yang-Philosophie symbolisiert sie das Yang, das als aktive, männliche Energie gilt, die für Wärme, Kraft und Durchsetzungsvermögen steht.

Bedeutung der Taegeuk Sam-Jang:

  1. Symbolik:

    • Feuer (Hwa): Die Taegeuk Sam-Jang repräsentiert das Feuer, das für Energie, Stärke, Leidenschaft und Durchsetzungskraft steht. Es symbolisiert die Fähigkeit, sich in schwierigen Situationen durchzusetzen und Hindernisse zu überwinden. Diese Poomsae fordert den Praktizierenden dazu auf, mit Entschlossenheit und Energie zu handeln.

    • Yang-Prinzip: Im Kontext der Yin-Yang-Philosophie steht diese Poomsae für das aktive Prinzip des Yang. Sie betont eine stärkere und aggressivere Energie, die jedoch mit Bedacht eingesetzt werden soll.

  2. Kampfkunst-Aspekte:

    • Angriffstechniken und Durchsetzungskraft: In der Ausführung dieser Poomsae werden besonders kraftvolle und präzise Angriffs- und Blocktechniken verwendet. Der Praktizierende muss lernen, seine Energie zu bündeln und sie effektiv einzusetzen.

    • Wechsel der Positionen: Es wird Wert auf die Kontrolle der Bewegungsrichtung gelegt, wobei sowohl schnelle Angriffe als auch defensive Techniken gefordert sind, um das Feuer metaphorisch zu kontrollieren.

    • Kombination von Techniken: Es werden vermehrt Drehungen, Angriffe und Kombinationen von Schlägen und Blockaden integriert, die den Praktizierenden dazu ermutigen, seine Bewegungen zu koordinieren und gleichzeitig auf verschiedene Situationen im Kampf flexibel zu reagieren.